Wirtschaftsforum Neuwied
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Rück- und Ausblick der WiFo Geschichte anlässlich des 15-jährigen Bestehens

von Christina Degenhart, Geschäftsführerin Löhr Automobile und WiFo Vorstandsmitglied:

Einen 15. Geburtstag mit über 100 Gästen zu feiern ist etwas ganz Besonderes und dem Gastgeber eine große Freude, seine Gäste zu begrüßen. Unsere Geburtstagsfeier „15 Jahre WirtschaftsForum Neuwied“ nehmen wir gerne zum Anlass, Sie mitzunehmen auf einen Rückblick unserer gemeinsamen Arbeit, Ihnen einen Ausblick zu geben auf zukünftige Projekte.
Die zentrale Botschaft der ersten bundesweiten Messe für Unternehmensnetzwerke, „net’swork“ im Jahre 2003 lautete: Der Organisationsform Netzwerk gehört die Zukunft.

Potentiale gemeinsam nutzen und Ressourcen mobilisieren, die über die Leistungsfähigkeit eines einzelnen Unternehmens hinausgeht, das ist das wirtschaftliche Konzept der Zukunft.

Diese Zukunft hatte in Neuwied schon ein Jahr zuvor begonnen. Genauer gesagt im September 2002 mit der Gründung des WirtschaftsForums Neuwied. Hier an diesem traditionsreichen Wirtschaftsstandort am Mittelrhein hatten Inge Schneider, Walter Gemünd, Achim Ströder, Maayke Schlick, Erhard Hassel und unsere heutige Ehrenvorsitzende, Brigitte Ursula Scherrer schon früh erkannt, welche zukunftsweisenden Perspektiven die Zusammenarbeit in einem Unternehmens Netzwerk bieten kann.

Gemeinsam sind wir noch stärker

war der Leitgedanke dieser Gründungsmitglieder. Das Wir-Gefühl, die Verantwortung für den gemeinsamen Standort und ein wirkungsvoller Auftritt sollten gefördert werden. Genauso die Idee des Austauschs, des gegenseitigen Lernens und der aktiven Zusammenarbeit. So entwickelten sich Kommunikation und Kooperation schnell zu zentralen Elementen der Arbeit im WirtschaftsForum und schließlich zu Ihrem Markenzeichen.

Veranstaltungen wie „Mitglieder schulen Mitglieder“ oder die Frühjahrsoffensive waren erste erwähnenswerte Beispiele dafür, wie durch Wissenstransfer die umfangreiche Kompetenz im Kreis eines Netzwerks funktionieren kann. Kommunikation und Kooperation spielten sich aber nicht nur innerhalb des WirtschaftsForums ab. Spätestens mit der Veranstaltungsreihe „Champions im WirtschaftsForum“, in der herausragende Unternehmer Ihre Erfolgsstrategien vorstellten, rückte die Arbeit des WiFo und seiner Mitgliedsunternehmen immer mehr in den Fokus der Öffentlichkeit.

Als eine weitere Säule unserer Arbeit erwies sich von Anfang an der enge Kontakt zur Wissenschaft. Zunächst vor Allem zum RheinAhrCampus Remagen, später auch zur Universität Koblenz-Landau.

Dass ein leistungsfähiges Netzwerk weitaus mehr in der Lage zu leisten ist, als Kommunikation und Austausch, stellte das WirtschaftsForum Neuwied mit dem „Netz für Ausbildung“ unter Beweis. In diesem Verbund hatten sich mehrere Unternehmen zusammengetan und Ausbildungsplätze geschaffen, die ohne diesen Zusammenschluss so nicht möglich gewesen wären. Dieses Modell eröffnete den Berufsanfängern die außergewöhnliche Gelegenheit, in der Ausbildung Erfahrungen in unterschiedlichen Betrieben zu sammeln. Jungen Menschen den Einstieg in das Berufsleben attraktiv zu gestalten, ist eine der herausforderndsten Aufgaben als Unternehmer.

Den Menschen an unserem Wirtschaftsstandort und in der gesamten Region die Möglichkeit zu bieten, in Ihrem sozialen Umfeld einen aussichtsreichen Beruf auszuüben, Perspektiven für sich selbst zu sehen, und das alles in einem attraktiven Umfeld, ist unsere gemeinsame Verantwortung. Politik, Schulen, Kammern und wir als Unternehmer sind hier in besonderem Maße verpflichtet.

So ist jedes Engagement in diese Richtung richtig und wichtig. Ob es um unsere Beteiligung zur Integration der Flüchtlinge geht oder um unser zukünftiges Gemeinschaftsprojekt: das 1. Neuwieder Speeddating, in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit, der IHK und der Kreishandwerkerschaft. Am 12. September 2017 startet unser kooperatives Projekt, indem eine Vielzahl engagierter Schulabgänger und Ausbildungsplatzsuchender mit Unternehmern hier aus der Region zusammengebracht werden und die Chance haben sich kennenzulernen. Ganz bewusst haben wir gemeinsam diese moderne Form des Aufeinandertreffens gewählt, um den Schülerinnen und Schülern abseits von Anschreiben und Lebensläufen, die Chance zu geben, sich vorzustellen und Ihren Beruf und möglicherweise Ihren zukünftigen Ausbilder zu finden.

Dass sich ein derart aktives und leistungsstarkes Netzwerk aus rund 150 Unternehmen auch mit politischen Initiativen zu Wort meldet, zeugt einmal mehr von Verantwortungsbewusstsein und dokumentiert unsere Identifikation mit dem gemeinsamen Standort. So vertreten wir die Meinung, ein regionales Oberzentrum aus mehreren Städten würde diese Region wirtschaftlich erfolgreich zwischen den Metropolregionen Köln/Bonn und Rhein/Main positionieren. Und wie gerade die jüngste Entwicklung in unserer Region gezeigt hat, möglicherweise eine Voraussetzung für ein Weltunternehmen sein, den Hauptsitz seiner deutschen Niederlassungen in unserer Region anzusiedeln.

Unser vielfältiges Engagement, in den verschiedenstes Bereichen und in dieser Qualität erfordert natürlich eine funktionierende Struktur. In unseren Arbeitskreisen tauschen wir uns aus und bringen bestimmte Themen voran. Die Erörterung von Fragen des Managements und der Ausbildung, die Entwicklung von Ideen für den gemeinsamen Auftritt oder unsere Impulse für die Förderung und Sicherung des Standortes, wie zum Thema Glasfaserversorgung der Betriebe. Und last but not least, unser Herzens-Projekt „Leuchtturm Gesunde Region“, das die Menschen in unserem Umfeld einlädt, gesund zu leben.

Wir möchten Ihnen allen „Danke“ sagen.

Den teilnehmenden Mitgliedsbetrieben, den Mitwirkendenden aus Politik, den öffentlichen Einrichtungen, den Kammern und den Schulen, denn Sie tragen mit Ihren Unternehmen und Ihren Dienstleistungen zur Stärkung unseres Netzwerks und damit unserer Region bei. Durch unser Zusammenspiel, unsere Diskussionen, ruhig auch kontrovers geführt, aber immer konstruktiv,geben wir Denkanstöße, schaffen Bewusstsein und gestalten ein Umfeld, das die Menschen dazu einlädt, hier zu leben und zu arbeiten.

Lassen Sie uns diese Kräfte weiterhin gemeinsam bündeln.

Ganz im Stil eines aktiven Netzwerks.

Und ganz im Sinne von Kommunikation und Kooperation.

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